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Lokāh Samastāh Sukhino Bhavantu
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Dieses Sanskrit-Mantra ist so bekannt und trotzdem weiß man bis heute nicht, woher es eigentlich kommt. Fest steht jedenfalls, dass es sich dabei um den letzten Vers eines längeren Gebets handelt – sozusagen um dessen Essenz.
Eine wörtliche Übersetzung lautet: „Alle Welten sollen glücksvoll sein.“ – Sehr häufig hört man eine Interpretation wie: „Mögen alle Wesen auf allen Ebenen glücklich sein und Frieden finden.“
Viele Traditionen rezitieren diese Worte als Abschlussgebet nach der Praxis (oft viermal für die Himmelsrichtungen) – warum eigentlich?

Lokāh Samastāh. Alle Welten. Die heiligen Vedas beschreiben 14 verschiedene Daseinsbereiche vom Grobstofflichen bis in feinste energetische Sphären. Die ersten drei dieser „Welten“ werden auch im bedeutenden Gāyatrī-Mantra angerufen: OM bhūr bhuvah svah (Erde, Luftraum und Himmel). Im übertragenen Sinn sind damit auch jene Wesen, die diese Welten besiedeln, miteinbezogen – also alle Geschöpfe, ganz gleich in welchem Zustand oder auf welchem Schwingungsniveau sie sich gerade befinden.

Sukhino. Glücksvoll. „Glücklich“ meint hier mehr als bloß eine vorübergehende Emotion, nämlich einen Zustand der bedingungslosen Zu-Frieden-heit. Nach vedischer Ansicht ist Sat Chit Ānanda (immerwährende Glückseligkeit) unser Urzustand. Glück ist ein Geburtsrecht.

Bhavantu. Sie sollen sein. Da das Mantra allen Wesen gewidmet ist, balanciert es die Welt aus. Keine egoistische Bitte für das eigene Wohlergehen ist es, sondern selbstloser Ausdruck der Verbundenheit mit dem gesamten Universum. So enthält es auch die Idee von Ahimsā (Gewaltlosigkeit): niemand soll leiden.
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